Föderalistische Union Europäischer Nationalitäten
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Zu Gast in der Stadt der vielen Minderheiten: Der FUEN-Kongress in Pécs, Ungarn, ist eröffnet

Das größte Treffen der autochthonen nationalen Minderheiten Europas hat begonnen: Der 67. FUEN-Kongress wurde heute in Pécs/Fünkirchen/Pečuh, Ungarn, feierlich eröffnet. Bis zum 10. September tauschen sich rund 200 Teilnehmer*innen aus 26 Ländern und 50 FUEN-Mitgliedsorganisationen über aktuelle Entwicklungen in der Minderheitenpolitik aus. Gastgeber ist in diesem Jahr die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU).

Bei Podiumsdiskussionen, Kulturdarbietungen und Exkursionen in lokale Bildungseinrichtungen der Minderheiten haben die Teilnehmer*innen die Gelegenheit, sich ein vielfältiges Bild der Situation der Minderheiten in Ungarn zu machen, in den persönlichen Austausch zu kommen und Anregungen für die Minderheitenarbeit vor Ort zu erhalten.

Bei der offiziellen Eröffnung richteten die folgenden Sprecher*innen Grußworte an die Teilnehmer*innen im Kodaly-Zentrum in Pécs:

  • Ibolya Hock-Englender, Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU)

„Die Stadt Pécs kann mit Recht als würdiger Hintergrund für einen FUEN-Kongress bezeichnet werden, denn hier leben neben den Ungarn elf verschiedene Nationalitäten“, erklärte sie. Somit sei die Region ein Spiegelbild für ganz Ungarn, das durch Völkervielfalt charakterisiert werde. Sie lobte das System der Nationalitätenselbstverwaltungen in Hunderten Gemeinden im ganzen Land, welches den Grundstein für die Beteiligung und den Erhalt der Minderheiten bildet.

  • Loránt Vincze, FUEN-Präsident und Mitglied des Europäischen Parlaments

 Loránt Vincze erinnerte an die herausragende Stellung Ungarns in der Geschichte der FUEN, da der erste FUEN-Kongress in einem ehemals kommunistischen Land nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1991 in Budapest stattfand. „Diese 32 Jahre alte Minderheitentagung war ein echter Wendepunkt in der Geschichte unserer Organisation und ein klares Zeichen für die neuen Ziele der FUEN. Sie markierte den Beginn der Öffnung der FUEN nach Ost- und Mitteleuropa. In den zehn Jahren, die seitdem vergangen sind, hat sich die Zahl unserer Mitgliedsorganisationen verdoppelt, und die FUEN hat sich zur größten europäischen Organisation für die Interessen von Minderheiten entwickelt. Zweifellos sind wir heute eine dominierende und führende Organisation, ein zuverlässiger Partner für europäische und internationale Organisationen.“

  • Attila Péterffy, Bürgermeister Pécs/Fünfkirchen/Pečuh

„Pécs/Fünfkirchen/Pečuh ist die Heimat von eld nationalen Minderheiten, und es ist eine historisch vielfältige, multikulturelle und einladende Stadt. Ich hoffe, dass Pécs ein inspirierender Veranstaltungsort für den Kongress sein wird und dass unsere Stadt die Arbeit der FUEN ebenso bereichern kann, wie die hier lebenden Nationalitäten unsere Stadt bereichern.“

  • Árpád János Potápi, Staatssekretär für ungarische Gemeinschaften im Ausland

„Die nationalen Minderheiten müssen weiterhin gemeinsam über ihre gemeinsamen Probleme, unsere gemeinsamen Anliegen nachdenken. Wir müssen unsere Erwartungen an die Entscheidungsträger in Europa formulieren.“

  • Elisabeth Sándor-Szalay, Stellvertretende Ombudsfrau für Minderheitenrechte und Mitglied des FCNM Beratenden Ausschusses des Europarates

„Minderheitenrechte sind kein Geschenk der Mehrheit und kein Privileg der Minderheiten – sondern das Recht, dass man anders sein kann und seine individuelle Freiheit ausleben kann. Wertschätzung und Vielfalt statt Homogenität sind elementare Ziele, nach denen wir streben sollten in Europa.“

  • Emmerich Ritter, Vorsitzender des Nationalitätenausschusses des ungarischen Parlaments

„Was zu minderheitenpolitischen Fragen gehört, müssen wir bestimmen – von uns erfährt die Regierung, was für Minderheiten getan werden kann. Der Dialog ist elementar, um etwas zu bewirken.“

Weitere Informationen zum FUEN-Kongress finden Sie auf https://congress2023.fuen.org sowie auf unseren Social-Media-Kanälen.

 

 

 

 

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