Die zweite EBI für Minderheitenrechte und -regionen gewinnt gegen die Europäische Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof
08.03.2019Die Föderalistische Union Europäischer Nationalitäten begrüßt das Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union in der Rechtssache Izsák-Dabas gegen Kommission. Der Gerichtshof stellt fest, dass die Europäische Kommission einen Rechtsfehler begangen hat, indem sie sich geweigert hat, die europäische Bürgerinitiative zur Verbesserung der Situation der nationalen Minderheitenregionen zu registrieren, und hebt daher das Urteil des Gerichts der Europäischen Union auf und erklärt die Entscheidung der Kommission für nichtig.
Ziel der Europäischen Bürgerinitiative "Kohäsionspolitik zur Gleichstellung der Regionen und zur Nachhaltigkeit der regionalen Kulturen" ist es, dass die Kohäsionspolitik der EU geografischen Gebieten besondere Aufmerksamkeit schenkt, deren ethnische, kulturelle, religiöse oder sprachliche Merkmale sich von denen der umliegenden Gebiete ("nationale Minderheitenregionen") unterscheiden. Hauptziel der EBI ist es daher, den nationalen Minderheitenregionen den Zugang zu den Vorteilen dieser Politik in Form von Unterstützungs-, Erhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen zu ermöglichen, um zu verhindern, dass sie im Vergleich zu den umliegenden Regionen wirtschaftlich benachteiligt werden. Die vom Szekler Nationalrat (SZNT) aus Siebenbürgen, Rumänien, koordinierte Initiative wurde ursprünglich im Juni 2013 vorgelegt und von der Kommission im Juli 2013 abgelehnt. Im Mai 2016 wies das Gericht die gegen die Entscheidung der Kommission erhobene Klage ab.
Nach dem Urteil zur Minority SafePack-Initiative ist das aktuelle Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union ein weiterer Beweis dafür, dass die Europäische Union die Verpflichtung hat, die autochthonen Minderheiten zu schützen und zu fördern. FUEN gratuliert dem Bürgerkommitee, der SZNT und den Anwälten zu dieser Leistung, die für uns alle ein Gewinn ist.
Als Koordinator der erfolgreichen Minority SafePack-Initiative bietet die FUEN seine Unterstützung bei der Sammlung der Unterschriften für die Initiative an, die darauf abzielt, die Situation der nationalen Minderheitenregionen zu verbessern, und sein Fachwissen über den Aufbau einer erfolgreichen Kampagne für eine europäische Bürgerinitiative zu teilen.
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