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FUEN-Arbeitsgemeinschaft Bildung trifft sich in Eupen: Berufliche Bildung, Minderheitensprachen und KI im Fokus

Wie können Minderheitensprachen auch in Ausbildung und Berufsleben ihren festen Platz behalten? Welche Modelle funktionieren bereits in anderen Regionen Europas? Und welche Chancen und Herausforderungen bringt künstliche Intelligenz für die Minderheitenbildung mit sich? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die 8. Jahrestagung der FUEN-Arbeitsgemeinschaft Bildung, die vom 29. September bis 2. Oktoberin Eupen (Belgien) stattfindet. Tagungsort ist das Kloster Heidberg. Gastgeber ist die FUEN-Mitgliedsorganisation ProDG (Pro Deutschsprachige Gemeinschaft) in Zusammenarbeit mit der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und ihren Bildungseinrichtungen.

Nachdem sich die Arbeitsgemeinschaft in den vergangenen Jahren mit verschiedenen Bildungsstufen und dem Unterricht von Minderheitengeschichte beschäftigt hat, rückt diesmal die berufliche Bildung in den Mittelpunkt. Dabei geht es insbesondere um die Verbindung von Ausbildung, Minderheitensprache und Arbeitsmarkt sowie um die Frage, wie Schulen, Unternehmen und Minderheitengemeinschaften dabei zusammenarbeiten können.

Eupen bietet dafür einen passenden Rahmen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten einen direkten Einblick in das Bildungssystem der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Nach der offiziellen Eröffnung und einem Vortrag über die deutsche Gemeinschaft in Belgien steht zunächst die Bildungssituation vor Ort im Mittelpunkt. Am Nachmittag geht es aus dem Tagungsraum in die Praxis: Beim Besuch des ZAWM Eupen lernen die Teilnehmenden ein Berufsbildungszentrum kennen, das duale Ausbildung mit Unterricht und praktischer Arbeit in lokalen Betrieben verbindet. Ein Besuch des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft ergänzt das Programm.

Der Blick richtet sich zugleich über Belgien hinaus. Beispiele aus Slowenien, den Niederlanden, Kroatien und Finnland zeigen, wie berufliche Bildung für Minderheiten in unterschiedlichen europäischen Kontexten gestaltet wird. In weiteren Sitzungen berichten die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft über aktuelle Entwicklungen in ihren Ländern und Gemeinschaften und tauschen Erfahrungen und Ansätze aus.

Ein eigener Schwerpunkt widmet sich in diesem Jahr dem Thema Minderheitenbildung und künstliche Intelligenz. Gemeinsam diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, welche Auswirkungen KI auf Bildung und Minderheitensprachen haben kann und welche Entwicklungen sie in ihren jeweiligen Ländern erwarten. Zum Abschluss der Tagung geht es außerdem um neue Kooperationsmöglichkeiten, gemeinsame Projekte und die weitere Arbeit der Arbeitsgemeinschaft Bildung.

 

Wer die Jahrestagung in Eupen verfolgen möchte, findet in der kommenden Woche Eindrücke, Berichte und aktuelle Einblicke auf den Social-Media-Kanälen der FUEN.

 

 

Zur FUEN-Arbeitsgemeinschaft Bildung

Die Gründung der AG Bildung wurde im Rahmen des FUEN-Kongresses 2017 in Cluj/Klausenburg (Rumänien) vorgeschlagen. Im Mai 2018 kamen erstmals Vertreterinnen und Vertreter von Minderheiten in der deutsch-dänischen Grenzregion zusammen, um Erfahrungen im Bereich der Minderheitenbildung auszutauschen und die inhaltliche Ausrichtung der Arbeitsgemeinschaft zu diskutieren.

Dieses Treffen war die erste offizielle Jahrestagung der AG Bildung. Seitdem kommt die Arbeitsgemeinschaft jedes Jahr in einer anderen Minderheitenregion zusammen. Die Treffen bieten Gelegenheit, die Bildungssituation der jeweiligen Minderheit oder Minderheiten vor Ort kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und neue Impulse zu gewinnen. Zugleich dienen sie dazu, gemeinsame Pläne, Strategien und Schwerpunkte für die weitere Arbeit der AG zu entwickeln.

Weitere Informationen zur Arbeit der AG Bildung gibt es auf der edu-Plattform der FUEN.

 

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