Die FUEN erörterte Minderheitenfragen mit EU-Institutionen in Brüssel
01.10.2026Anlässlich des Europäischen Tages der Sprachen war eine FUEN-Delegation zu Beginn dieser Woche zu einer Reihe politischer Gespräche mit europäischen Institutionen in Brüssel. Der Delegation gehörten FUEN-Präsidentin Olivia Schubert, der Sprecher des Europäischen Dialogforums der FUEN, Jens A. Christiansen, die Präsidentin der Jugend Europäischer Volksgruppen (JEV), Johanna Kézdi, Bernard Gaida vom Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen sowie Gösta Toft vom Bund Deutscher Nordschleswiger an.
Das politische Programm begann am Dienstagvormittag, dem 29. September, beim Europäischen Ausschuss der Regionen (AdR). Dort traf die Delegation AdR-Generalsekretär Petr Blížkovský, Béatrice Taulègne, Direktorin für legislative Arbeit, sowie Matthieu Hornung, stellvertretender Kabinettschef der AdR-Präsidentin Kata Tüttő.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Rolle nationaler und sprachlicher Minderheiten in Europas Regionen, Regional- und Minderheitensprachen in der EU-Regionalpolitik sowie die FUEN-Initiative zum Geoblocking und zum Zugang zu audiovisuellen Inhalten in Minderheitensprachen.

Am selben Tag besuchte die Delegation die Generaldirektion Gleichstellung, Vorsorge und Krisenmanagement der Europäischen Kommission. Bei einem Treffen mit dem Vorsitzenden der Intergruppe für traditionelle Minderheiten, nationale Gemeinschaften und Sprachen, dem Europaabgeordneten Loránt Vincze, wurde über die Fortsetzung der strategischen Partnerschaft gesprochen.
Im Anschluss nahmen sie gemeinsam an der offiziellen Eröffnung der FUEN-Ausstellung über Minderheitensprachen im Europäischen Parlament teil. Den Abschluss bildete ein hochrangiger Empfang im Brüsseler Büro der FUEN.


Am Mittwoch, dem 30. September, besuchte die FUEN-Delegation Landeshauptmann Arno Kompatscher und Büroleiterin Vesna Caminades in der Vertretung Südtirols in Brüssel sowie das Hanse-Office, die gemeinsame Vertretung Hamburgs und Schleswig-Holsteins.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Vertretung regionaler Interessen in Brüssel sowie Möglichkeiten, bewährte Praktiken zum Schutz der sprachlichen Vielfalt in die europäische Hauptstadt einzubringen. Darüber hinaus wurde die Problematik des Geoblockings erörtert, das den Zugang zu muttersprachlichen Inhalten für Minderheitengemeinschaften in Grenzregionen erschwert.



Bei der Generaldirektion Generationengerechtigkeit, Jugend, Kultur und Sport der Europäischen Kommission führte die FUEN-Delegation konstruktive Gespräche über die Initiativen der Kommission zum Schutz der sprachlichen Vielfalt, die Einbindung junger Angehöriger von Minderheiten in Entscheidungsprozesse sowie die Notwendigkeit, Kultur und Sport der Minderheitengemeinschaften stärker miteinander zu verknüpfen.
Als positives Beispiel wurde dabei die EUROPEADA angeführt, die von der FUEN und ihren Mitgliedsorganisationen organisierte Fußball-Europameisterschaft der Minderheiten.
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