Antrittsbesuch des FUEN Präsidenten beim Ministerpräsidenten Oliver Paasch in Brüssel
21.12.2016Am 21.12. haben sich FUEN Präsident Loránt Vincze und FUEN Berater Frank de Boer mit dem Ministerpräsidenten der Deutschsprachigen Gemeinschaft Oliver Paasch in der Vertretung der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Brüssel zu einem Antrittsbesuch getroffen. Premierminister Oliver Paasch, der bereits an mehreren FUEN Kongressen und Veranstaltungen teilgenommen hat, ist ehemaliger Vorsitzender der ProDG, welche Mitglied der FUEN ist.
Loránt Vincze informierte den Premierminister Oliver Paasch über die letzten Entwicklungen in der FUEN und über die Hauptprojekte in 2017. Er betonte, dass es das Ziel der FUEN ist, die Zusammenarbeit mit der autonomen Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens zu stärken und auch mit weiteren Regionen, auf deren Gebiet Minderheitengemeinschaften leben.
In 2017 will die FUEN ein Minderheitenforum der Regionen etablieren. „In Europa leben die meisten autochthonen Minderheitengemeinschaften in Regionen mit klar definierten historischen, sprachlichen und kulturellen Merkmalen. In den meisten Fällen ist die Region die wichtigste politische Ebene für die Beziehungen zwischen Mehrheit und Minderheit, die eine wichtige Rolle spielt in der Entwicklung der Identität und die Grundlage bildet für die Existenz und das Funktionieren von selbstverwalteten Einrichtungen. Regionen haben unterschiedliche Ansätze in Bezug auf die verschiedenen Minderheiten in ihrem Gebiet; es ist besonders wichtig, gute Beispiele und Lösungen im Minderheitenbereich zu teilen und sich mitregionalen Beziehungen und Zusammenarbeit zwischen den Regionen zu engagieren“ – sagte der FUEN Präsident während der Sitzung. Die Rolle der FUEN besteht darin, diese Regionen zusammenzubringen.
Die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens möchte weiterhin die FUEN unterstützen und möchte ihre Erfahrungen mit weiteren Regionen und Minderheiten in Europa teilen. Die Deutschsprachige Gemeinschaft in Ostbelgien ist mit 77.000 Einwohnern eine relativ kleine Region. Innerhalb des Belgischen Staates hat die Gemeinschaft jedoch ein hohen Maß an Autonomie, die es ihr ermöglicht, ihre eigene Politik zu bestimmen.
Pressemitteilungen
- 8. Jahrestagung der FUEN-Arbeitsgemeinschaft Bildung: Berufliche Bildung, Minderheitensprachen und KI im Fokus
- Die FUEN erörterte Minderheitenfragen mit EU-Institutionen in Brüssel
- FUEN-Ausstellung im Europäischen Parlament eröffnet: Minderheitensprachen auf die europäische Agenda bringen
- FUEN-Arbeitsgemeinschaft Bildung trifft sich in Eupen: Berufliche Bildung, Minderheitensprachen und KI im Fokus
- FUEN-Delegiertenversammlung 2026 fordert stärkere Berücksichtigung von Minderheitensprachen bei künstlicher Intelligenz
- FUEN-Kongress diskutiert über Geoblocking und den Schutz von Minderheitensprachen
- FUEN-Kongress untersucht den muttersprachlichen Zugang zu Gesundheits- und Sozialdiensten
- FUEN-Kongress beleuchtet die Zukunft von Minderheitensprachen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk
- 70. FUEN-Kongress in Helsinki/Helsingfors eröffnet
- Zum Schutz der kulturellen Identität: Der Fall der bretonischen Gemeinschaft in Frankreich