Föderalistische Union Europäischer Nationalitäten
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FUEN stellt Minority Monitor und Women of Minorities im Europäischen Parlament vor

Die Führung der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) sprach am 30. April in Straßburg vor der Interfraktionellen Arbeitsgruppe Traditionelle Minderheiten, nationale Gemeinschaften und Landessprachen im Europäischen Parlament. FUEN-Präsidentin Olivia Schubert und Vizepräsident Dr. Hartmut Leipner stellten die Mission der Organisation vor und hoben zwei Leuchtturmprojekte hervor: den Minority Monitor und die Initiative Women of Minorities.

Kredit: © European Union 2026 - Source : EP

Eingeleitet von dem Europaabgeordneten Loránt Vincze, Vorsitzender der Minderheiten-Intergruppe und ehemaliger FUEN-Präsident, erläuterte die Delegation ihre Arbeit als zentrale Interessenvertretung für die autochthonen nationalen Minderheiten, Volksgruppen und Sprachgemeinschaften Europas. Mit über 120 Mitgliedsorganisationen in 38 Ländern setzt die FUEN ihre 75-jährige Arbeit fort, um Minderheitenidentitäten zu schützen und strukturelle Veränderungen auf höchster politischer Ebene voranzubringen.

Im Mittelpunkt der Sitzung standen zwei strategische Instrumente zur Stärkung evidenzbasierter Interessenvertretung und intersektionaler Förderung:

Minority Monitor (MiMo)

Die 2019 gestartete Plattform dokumentiert reale Erfahrungen aus Minderheitengemeinschaften in ganz Europa. Durch die Erfassung sowohl von Rechtsverletzungen, etwa Diskriminierung und Hassrede, als auch von positiven Beispielen werden lokale Informationen gebündelt und in belastbare Entscheidungsgrundlagen für politische Akteurinnen und Akteure überführt. Die Relevanz des Instruments zeigt sich auch darin, dass innerhalb nur eines Monats mehr als 40 Fälle von Hassrede aus sieben europäischen Staaten erfasst wurden.

Women of Minorities

Die 2022 gestartete Initiative widmet sich der intersektionalen Diskriminierung von Frauen aus den Reihen von Minderheiten, die häufig gleichzeitig mit Hürden in Bezug auf Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit und sozioökonomischen Status konfrontiert sind. Aufbauend auf europaweiten Umfragen und strukturierten Dialogformaten in Wien, Athen und Budapest setzt sich das Projekt für strukturelle Veränderungen ein, darunter gezielte Fördermaßnahmen, Quoten und kultursensible politische Lösungen. Die zentrale Botschaft an das Parlament war klar: Europa muss den Schritt von symbolischer Gleichstellung hin zu strukturellem Wandel gehen.

Der Austausch mit den Mitgliedern des Europäischen Parlaments unterstrich die enge und kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen der FUEN und der Minderheiten-Intergruppe. Die Europaabgeordneten hoben die Bedeutung der FUEN im Bereich der Minderheitenrechte hervor und sprachen ihre Unterstützung für ihre Arbeit und Projekte aus. Zudem diskutierten sie die Notwendigkeit, die Finanzierung von Projekten für Minderheiten im Mehrjährigen Finanzrahmen der EU zu verankern. Die Intergruppe wird sich mit dieser Forderung an die Kommission wenden.

 

Fotos: Philippe BUISSIN / ©️ European Union 2026 - Source : EP

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