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FUEN-Arbeitsgemeinschaft Ungarischer Gemeinschaften hielt ihre Jahrestagung in Bratislava ab

Vom 15. bis 17. Mai hielt die Arbeitsgemeinschaft Ungarischer Gemeinschaften (MKM) unter dem Dach der FUEN ihre dritte jährliche Arbeitssitzung in Bratislava (Slowakei) ab. Auf ihre Initiative fand am Freitagabend ein Treffen mit ungarischen Organisationen aus der Slowakei statt, bei dem Vertreterinnen und Vertreter von Csemadok, des Forum-Instituts, der Selye-János-Universität in Komárno, der Fakultät für Mitteleuropäische Studien der Konstantin-der-Philosoph-Universität in Nitra, von Pro Civis sowie des Netzwerks Ungarischer Hochschulvereinigungen in der Slowakei ihre Aktivitäten vorstellten. Ziel der MKM ist es, eine aktive Rolle bei der Gestaltung der Beziehungen zwischen ungarischen Organisationen und Institutionen über Grenzen hinweg zu spielen. Im Anschluss an das Treffen begrüßte der ungarische Botschafter in Bratislava, Dr. Csaba Balogh, die Teilnehmenden.

Die Arbeitssitzung am Samstag wurde von Loránt Vincze, Mitglied des Europäischen Parlaments und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft, eröffnet. Er gab einen Überblick über die wichtigsten nationalpolitischen Entwicklungen der jüngsten Zeit. László Gubík, Präsident der Ungarischen Allianz, begrüßte die Vertreterinnen und Vertreter der sieben Mitgliedsorganisationen als Gastgeber in der Parteizentrale in Bratislava. Balázs Tárnok, Vizepräsident der FUEN, stellte die bisherige Arbeit des Präsidiums der europäischen Dachorganisation für Minderheitenschutz vor. Über die Lage ihrer jeweiligen Gemeinschaften berichteten Anna Horváth, geschäftsführende Vizepräsidentin des Demokratischen Verbands der Ungarn in Rumänien (RMDSZ), László Gubík, Präsident der Ungarischen Allianz in der Slowakei, sowie Péter Őry, Mitglied des Exekutivvorstands, László Brenzovics, Präsident des Ungarischen Kulturverbands in Transkarpatien, Zsolt Szakállas, Mitglied des Exekutivvorstands des Bundes der Vojvodina-Ungarn (VMSZ), Róbert Jankovics, Präsident der Demokratischen Gemeinschaft der Ungarn in Kroatien (HMDK), sowie deren Vizepräsident János Andócsi, Dusan Orban, Präsident der Ungarischen Selbstverwalteten Nationalen Gemeinschaft von Pomurje (MMÖNK), und József Kulcsár-Terza, Präsident der Ungarischen Bürgerkraft (MPE). An der Sitzung nahmen zudem Réka Brendus, Abteilungsleiterin im Staatssekretariat für nationale Politik, sowie Domokos Vékás und Áron Léphaft aus dem Büro der Nationalversammlung teil.

Die MKM verabschiedete eine Erklärung, in der die Teilnehmenden die Verpflichtung der neuen ungarischen Regierung zur Kontinuität in der Nationalitätenpolitik begrüßen und mit Zuversicht zur Kenntnis nehmen. Sie erklären, dass sie den Erhalt, die Stärkung und die Weiterentwicklung der nationalpolitischen Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte als Priorität betrachten, da diese eine wichtige Säule für das Überleben und die Entwicklung der ungarischen Gemeinschaften im Ausland darstellen. Zudem betonen sie die Rolle von Foren für die ungarisch-ungarischen Beziehungen. Sie heben die kontinuierliche finanzielle Unterstützung der FUEN durch die Regierungen Ungarns und Deutschlands hervor und würdigen diese mit Dank. Außerdem unterstreichen sie die Rolle der FUEN und der Minority Intergroup bei der Interessenvertretung auf europäischer Ebene, wobei sie weiterhin auf die Unterstützung der HUNINEU-Stiftung zählen. Zugleich empfehlen sie, die Jugendorganisationen der Mitgliedsorganisationen stärker in die Aktivitäten der MKM einzubeziehen.

In der Erklärung bezeichnen sie es als inakzeptabel, dass die Beneš-Dekrete, die auf dem Prinzip der Kollektivschuld beruhen, im Europa des 21. Jahrhunderts weiterhin als Bezugspunkt dienen. Sie rufen die slowakische Regierung dazu auf, diese Frage endgültig zu lösen.

„Wir bringen unsere tiefe Sorge über die russische Aggression und den Krieg in der Ukraine zum Ausdruck, insbesondere über die Angriffe gegen die ungarische Gemeinschaft in Transkarpatien sowie über die kriegsbedingten Belastungen, unter denen die ungarische Gemeinschaft leidet. Wir versichern unseren ungarischen Landsleuten in Transkarpatien unsere volle Solidarität. Wir sind fest davon überzeugt, dass die wichtigste Aufgabe darin besteht, so schnell wie möglich Frieden herzustellen, um Menschenleben zu schützen und die Zukunft unserer Gemeinschaften zu sichern“, heißt es abschließend in der Erklärung.

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